Vegane Ernährung: nährstoffreich & bedarfsgerecht für wen?

Folgende informative Übersicht gibt wichtige Hinweise, wie eine vegane Ernährung für alle Personengruppen nährstoffreich funktioniert.

Auch wenn mittlerweile immer mehr Aufklärung dazu führt, dass eine vegane Ernährung – unter Berücksichtigung relevanter Faktoren – durchaus empfehlenswert und gesund ist, halten sich strikt falsche Thesen über eine rein pflanzliche Kost. Wer sich allerdings mit einer gesunden Ernährung beschäftigt, weiß längst, dass die gesündesten Lebensmittel – inklusive zahlreicher positiver Effekte wie Zellschutz und Co. – pflanzlich sind.

In diesem Zusammenhang sind insbesondere sekundäre Pflanzenstoffe und Ballaststoffe zu nennen. Vom Vitamin- und Mineralstoffgehalt von frischem Obst und Gemüse ganz zu schweigen.

Die beliebteste These von Kritikern “vegan ist nicht bedarfsgerecht“

Dieses Argument wird mit Vorliebe genutzt, um eine rein pflanzliche Ernährung zu kritisieren. Bis auf das wasserlösliche Vitamin B12, welches supplimentiert werden sollte, kann ein veganer Speiseplan durchaus bedarfsdeckend sein. Übrigens zeigen Blutbilder immer wieder, dass vegan lebende Personen im Vergleich mit Fleischessern nicht nur bessere Blutwerte aufweisen, sondern ein Nährstoffmangel im Rahmen einer fleischreichen Ernährung mit wenig frischem Obst und Gemüse viel wahrscheinlicher ist.

Entsprechend ist es nicht das Vitamin B12, welches häufig gekauft wird, sondern Vitamin C und Co. als fraglicher Ausgleich einer ungesunden Ernährung. Der Irrglaube, dass eine rein pflanzliche nicht für Kinder und Schwangere geeignet ist, kann auch entkräftet werden. Auch hier gilt, alle Nährstoffe – unter Supplimentierung von Vitamin B12 und der Berücksichtigung eines bunt gemixten Speiseplans – können durch pflanzliche Lebensmittel gedeckt werden.

Weitere Tipps und Tricks für eine ausgewogene, vegane Ernährung

Immer wieder steht auch das Eiweiß im Fokus von Kritikern einer veganen Ernährung. Dabei liefern Vollkorngetreide, Nüsse, Mandeln, Kartoffeln und Pseudogetreide ausreichend hochwertiges Protein. Hinzu kommen eiweißreiche Hülsenfrüchte wie z. B. Sojaprodukte, welche ein besonders empfehlenswertes Aminosäure-Spektrum mit hoher biologischer Wertigkeit bieten. Es kommt in puncto Eiweißversorgung also vor allem auf die Qualität an und es ist Fakt, das Protein quantitativ der am geringsten benötigte Hauptnährstoff ist.

Hingegen birgt eine zu eiweißreiche Kost mit Proteinpulver und Co. Risiken, da Leber und Nieren überlastet werden können. Wer also viele saisonale Produkte wie Obst, Gemüse, Salat und frische Kräuter isst, diese mit hochwertigen Pflanzenölen, (Vollkorn-) Getreide, Hülsenfrüchten, Pseudogetreide, Nüssen und Samen kombiniert und auf seinen Vitamin B12-Status achtet, ist bestens versorgt.