Vegane Ernährung: die größten Irrtümer

Folgende informative Übersicht zeigt, dass rein pflanzliche Ernährung, unter Berücksichtigung spezieller Hinweise, aus ernährungsphysiologischer Sicht empfehlenswert ist.

Obwohl sich immer mehr Personen vegan ernähren und das Thema immer präsenter wird, gibt es dennoch laienhafte Thesen, die weder Hand noch Fuß haben. Während eine vegetarische Ernährung heute als eine der gesündesten Ernährungsformen überhaupt gilt, wurde diese auch jahrzehntelang als nicht bedarfsgerecht kritisiert und zu unrecht, als unzureichende Ernährung eingestuft. Entsprechend sollte man genau hinschauen, wer fragliche Behauptungen aufstellt, denn nicht selten steckt die Fleisch- oder Milchindustrie dahinter, die keine finanziellen Einbußen machen möchte.

Eine vegane Ernährung bedeutet Verzicht anstatt Genuss

Viele Laien behaupten, ein rein pflanzlicher Speiseplan kann nicht genussvoll sein und bestehe nur aus Möhren, Salat und Co. Viele Veganer wissen es besser und verfeinern Obst, Gemüse und Salat mit Nüssen, Mandeln und veganem Käse. Gerade in puncto Fleisch- und Milchersatzprodukte gibt es zahlreiche Produkte, die köstliche schmecken. Eine Lasagne kann auch mit Sojasahne, veganem Käse und Sojahack à la “Bolognese“ köstlich schmecken und Tests zeigen immer wieder, dass einige Fleischesser nicht einmal merken, wenn ihnen eine vegane Wurst untergejubelt wird.

Da es große Unterschiede gibt, sollten Interessierte unbedingt mal mehrere Sorten testen. Dann kann auch eine Currywurst, ein Pfeffer-Steak, Spaghetti Carbonara und Co. vegan interpretiert werden. Mandelsahne eignet sich nicht nur für Tee, sondern kann auch vegane Desserts und Co. lecker – wie auch cremiges Mandelmus oder Kokoscreme – verfeinern. Und manchmal sind auch die einfachen Dinge köstlich und “versteckt vegan“, wie z. B. dunkle Schokolade mit Nüssen oder Marzipan.

Noch mehr falsche Thesen in puncto vegane Ernährung

Immer wieder prahlen Kritiker einer rein pflanzlichen Ernährung damit, dass sie nicht gesund ist. Fakt ist, dass in Untersuchungen immer wieder festgestellt wird, dass vegan lebende Personen im Vergleich mit Fleischliebhabern bessere Blutfettwerte aufweisen, da sie kaum gesättigte Fette und kein Cholesterin aufnehmen. Entsprechend ist das Risiko einer Arterienverkalkung bzw. eines Herzinfarktes oder eines Schlaganfalls reduziert; zusätzlich werden noch mehr gefäßschützende ungesättigte Fettsäuren zugeführt. Natürlich kann auch jemand, der hin und wieder Fleisch aus ökologischer Produktion isst und sich insgesamt ausgewogen mit viel pflanzlicher Kost ernährt, gesund sein, aber eine fleischreiche Ernährung birgt nicht nur aus gesundheitlicher Sicht bedenkliche Nebenwirkungen für Mensch, Tier und Umwelt.