Slow Food versus Fast Food: Was ist besser?

Während wohl jeder etwas mit dem Begriff Fast Food, entsprechend Pommes, Hamburger, Currywurst, TK-Pizza, Döner, Softdrinks und Co. anfangen kann, weiß vermutlich nicht jeder bekennende Junk-Food-Anhänger, was sich genau hinter Slow Food verbirgt.

Letztendlich versteht man unter „langsames Essen“ der bewusste, genussvolle und nachhaltige Umgang mit Lebensmitteln, mit Focus auf biologische sowie regionale Nahrungsmittel und Gesundheit. Der Trend will dem Hype des als eher ungesunden und nicht selten mit Massentierhaltung und Übergewicht assoziierten Fast Foods entgegen wirken und einen bewussteren Umgang mit Umwelt, Mensch und Tier erzielen.

Gibt es auch gesundes Fast Food?

Wer Burger, Pommes usw. selbst und am besten mit gesunden Lebensmitteln aus ökologischer Erzeugung herstellt, kann sich auch mit Fast Food gesund ernähren. Allerdings sollte auch hier unbedingt der Focus auf dem bewussten Genuss und nicht auf schnellem Herunterschlingen liegen. Ein Burger wird zu einem gesunden Fast Food wenn man ein Vollkornbrötchen verwendet, es mit Senf, Tomatenmark und Kräuterquark bestreicht und mit einer Bulette aus magerem Bio-Rindfleisch oder einer Grünkern-Bulette belegt. Zusätzlich peppen Zutaten wie Salatblätter, Tomaten- und Gurkenscheiben sowie frische Kräuter einen solchen Burger ernährungsphysiologisch auf. Anstatt fettiger Pommes aus der Fritteuse können die Kartoffeln als Spalten im Ofen gebacken, mit Rosmarin verfeinert werden und dazu ein Kräuter-Dip anstatt Majo und ein knackiger Salat gereicht werden. Und die Cola oder überzuckerte Limo sollte durch ein Mineralwasser oder eine Apfel-Schorle ausgetauscht werden.

Ist Slow Food wirklich besser als fast Food?

Wenn herkömmliches Fast Food aus Massentierhaltung und industriell stark verarbeiteter Herstellung nicht wie oben beschrieben alternativ gesund aus natürlichen Zutaten zubereitet und bewusst genossen wird, muss man klar sagen, dass Slow Food definitiv gesünder und vor allem aus psychologischer und umwelttechnischer Sicht wertvoller ist, da man sich und der Umwelt mit dem Verzehr etwas Gutes tut. Klar kann auch Slow Food ungesunde Aspekte aufweisen, wenn nur weißes Brot, Honig, literweise Saft, fettiges Fleisch und Käse, Butter und überzuckerte Konfitüre; egal ob bio oder nicht, gegessen wird. Aber man muss klar sagen, dass der Gedanke des Slow Food als gut einzustufen ist und im Vergleich mit dem, nicht selten ungesunden, schnell gegessenen Fast Food auf jeden Fall vorzuziehen ist.