Pute zubereiten & zart bekommen – Tipps & Tricks

In erster Linie kommt es beim richtigen Zubereiten von Pute auf die Qualität des Fleisches an. Nur wer bereit ist, beim Kauf von Geflügel wie Huhn, Hähnchen, Gans und Pute etwas mehr Geld auszugeben, wird das Fleisch zart bekommen. Unbedingt die Finger von Tieren aus schneller Mast lassen und in jedem Fall nur Bioqualität kaufen. Beim Zubereiten wird man sonst schnell bemerken, dass viel Wasser aus dem Fleisch von einer Pute aus nicht artgerechter Mast läuft und diese nicht richtig zart werden kann. Aufgrund des starken Flüssigkeitsverlusts bei konventionellem Geflügel (gilt übrigens für alle Fleischsorten) ist der zunächst höhere Preis von Bio-Pute tatsächlich absolut gerechtfertigt, da letztendlich mehr Fleisch übrig bleibt und nicht als Wasser verpufft. Dieses Phänomen basiert auf der Tatsache, dass sich Tiere aus nicht artgerechter Mast nicht ausreichend bewegen können und anstelle der Bildung von Muskelfleisch vermehrt Wasser einlagern.

Hier folgen nun zartmachende Tipps und Tricks zum Zubereiten von Pute:

Das Fleisch wie Putenschnitzel oder Putenbraten am besten am Tag des Kaufes zubereiten. Um die zarte Haut vor dem Austrocknen zu schützen, sollte Salz nicht direkt auf diese aufgestreut werden, sondern lieber ins Innere der Pute bzw. zusammen mit weiteren Gewürzen und Kräutern vorsichtig unter die Haut geschoben werden; dies gilt insbesondere bei der Unter- und Oberkeule.

Bei der Zubereitung von Schnitzel darauf achten, dass die Pute scharf (bei starker Hitze) von beiden Seiten, allerdings nur kurz angebraten wird, damit das Fleisch im Inneren zart bleibt. Vor dem Servieren noch ein paar Minuten warten und das Putenschnitzel kurz ruhen lassen. Alternativ die beiden Seiten kurz bei starker Hitze in der Pfanne anbraten und im Ofen zart nachgaren lassen. Auf jeden beachten, dass die Pute ausreichend gar ist, da Geflügel bezüglich Salmonellen gefährdet ist.

Und noch ein paar Tipps und Tricks beim Pute zubereiten und gar bekommen: Bruststücke idealerweise in etwas Flüssigkeit (z. B. Gemüsebrühe mit etwas Orangensaft) oder Fett dünsten, Grillware ein paar Stunden in einer aromatischen Kräuter-Marinade einlegen und die traditionelle Weihnachtspute langsam im Ofen bei nicht zu hoher Temperatur (160 bis 180° Grad) garen.

Und wie bekommen die Chinesen die Pute so zart? Sie verwenden spezielle Fleischzartmacher (auch bei uns im Gewürzregal zu finden), die das Fleisch in der Struktur verändern; aus ernährungsphysiologischer Sicht allerdings nicht empfehlenswert.