Krebsvorsorge: Sinnvoll oder nicht?

Selbst Experten sind sich nicht immer einig, wenn es um die Frage geht, ob eine Krebsvorsorge sinnvoll ist oder nicht. In diesem Zusammenhang gibt es nicht selten hitzige Diskussionen, denn das Thema lässt verständlicherweise Emotionen hoch kochen. Krebs gilt nach wie vor als äußerst angstauslösende Diagnose, denn schließlich führen bösartige Tumore immer wieder zu tödlichen Verläufen. Und man muss hier deutlich sagen, dass die Überlebungschancen umso höher sind, je früher eine Krebserkrankung erkannt wird. Daher sollte die Frage „Krebsvorsorge sinnvoll oder nicht?“ zunächst mit einem klaren ja beantwortet werden. Da es dennoch Zweifel an einigen Diagnosetechniken gibt, möchten wir anbei die wichtigsten kritischen Überlegungen bezüglich der Krebsvorsorge beleuchten.

Generell sollte eine Krebs-Früherkennung absolute Priorität bei der Krebsdiagnose haben. Bei bestimmten Krebsarten gibt es allerdings laut Kritikern auch Nachteile bei der Untersuchung. Bei der Mammografie (Brustuntersuchung) und der Darmspiegelung, der Koloskopie, scheiden sich beispielsweise die Geister bzw. die Meinungen der Ärzte, denn dieser Methode werde angeblich teilweise zu viel Nutzen im Rahmen der Krebsvorsorge zugesprochen sowie die Nachteile und Risiken nicht ausreichend hinterfragt; zumindest wenn man der Meinung von Skeptikern lauscht. In diesem Zusammenhang sind u. a. Verletzungen von Darmgefäßen bei der Untersuchung und der Todesgefahr bei Operationen zu nennen. Auf der anderen Seite können viele an Darmkrebs erkrankte Personen durch die Vorsorge gerettet werden.

Aber wie sollen sich Patienten nun richtig verhalten? Wichtig ist auf jeden Fall, dass sie über die Risiken der Krebsvorsorge und den möglichen Nutzen genau aufgeklärt werden und das Gefühl haben, bei diesem hochsensiblen Thema mit entscheiden zu können. Und natürlich ist die Empfehlung zur Krebsvorsorge individuell, je nach Alter und Vorbelastung in der Familie, unterschiedlich. Weitere Infos u.a. hier