Insulin-Beratung

Im Rahmen der Insulin-Beratung sollten dem Diabetiker alle relevanten Bausteine einer Kombinationstherapie erklärt werden.

Hilfestellung für einen gesünderen Lebensstil

Insgesamt sollte eine gesunde Lebensweise angestrebt werden, um Körper und Geist in Einklang zu bringen. Natürlich ist es bei der Diagnose von Diabetes mellitus, insbesondere von Diabetes Typ 1 eine Herausforderung, mit der neuen Situation zu recht zu kommen. Patienten fühlen sich entsprechend zunächst häufig überfordert, denn der gesamte Tagesablauf muss auf die Ernährung und Insulintherapie abgestimmt werden.

Daher ist es im Rahmen einer Diabetes-Therapie so wichtig, den Patienten die Angst zu nehmen und ihnen konstruktive Informationen und Hilfestellungen zu geben, um den Alltag zu meistern. Daher kann es auch hilfreich sein, dass Diabetiker Entspannungstechniken erlernen, um Stress und einer Überforderung entgegen zu wirken. In Kombination mit einer gesunden, bedarfsgerechten Ernährung sowie einem individuell abgestimmten Bewegungsprogramm bzw. Sport kann das Wohlbefinden gesteigert werden.

Ernährungsberatung

Im Fokus der Ernährungsberatung im Rahmen einer Diabetes-Therapie stehen die Kohlenhydrate, weil diese im direkten Zusammenhang mit dem Anstieg des Blutzuckers bzw. der Glukose stehen und die benötigte
Insulinmenge bestimmen. Allerdings sollte insgesamt eine vollwertige, fettarme, nährstoffreiche Ernährung mit einem hohem Anteil an pflanzlichen und wenigen tierischen Produkten angestrebt werden. Zum Beispiel ist es wichtig für Diabetiker zu wissen, dass Kohlenhydrate keinesfalls zu meiden sind, sondern auch für Diabetiker einen wichtigen Teil der Ernährung ausmachen. Allerdings kommt es hier auf
die Wahl der richtigen Kohlenhydrate an, entsprechend ist die Zufuhr von langkettigen Kohlenhydraten in Kombination mit Ballaststoffen wie z.B. in Vollkornbrot sinnvoll, während die Zufuhr von kurzkettigen
Kohlenhydraten wie Zucker bzw. zuckerreichen Lebensmitteln eher problematisch ist.

Diabetiker müssen übrigens nicht auf spezielle, diätetische Diabetiker-Lebensmittel zurück greifen, die meistens sehr teuer sind, wenn sie im Rahmen der Ernährungsberatung professionell geschult werden. Neben der Wahl der richtigen Lebensmittel sollte ein besonderer Augenmerk auf die Planung der Mahlzeiten sowie Zwischenmahlzeiten bzw. die Essenszeiten allgemein gelegt werden, um die Insulin-Dosis bzw. den situationsabhängigen Insulinbedarf zu optimieren. Falls Übergewicht oder Adipositas besteht, sollte eine Gewichtsreduktion bzw. ein Normalgewicht im Rahmen der Ernährungs-Therapie angestrebt werden.

Ergänzende Therapiemöglichkeiten

Zusätzlich zu den bereits beschriebenen Therapieansätzen sollten Diabetiker auch über die mit der Erkrankung einhergehenden weiteren Risiken bzw. Folgeerkrankungen von Diabetes in Kenntnis gesetzt werden. In diesem Fall ist als weitere Faktor einer sinnvollen Kombinationstherapie die besondere Pflege der Haut zu nennen. Diabetiker sind häufiger von einer trockenen Haut sowie einer reduzierten Durchblutung betroffen. Darüber hinaus sind die Abwehrkräfte der Hautzellen herabgesetzt, so dass die Schutzfunktion gegenüber Keimen niedriger ist.

Insbesondere die Füße können in Folge von Diabetes empfindlich sein und haben weniger Schutz vor Pilzinfektionen, so dass es sinnvoll sein kann, sich regelmäßig einer medizinischen Fußpflege zu unterziehen. Zusätzlich sollten Betroffene von Diabetes darauf hingewiesen werden, dass es infolge dieser Stoffwechselerkrankung zu einer so genannten diabetischen Retinopathie kommen kann, einer Schädigung der Netzhaut des Auges; dieser kann allerdings durch eine optimale Insulin-Behandlung bzw. eine optimale Diabetes-Therapie entgegen gewirkt werden, wobei Diabetiker regelmäßig einen Augenarzt konsultieren sollten.