Impfen – Pro & Contra einer Immunisierung

Folgende Übersicht „Impfen – Pro & Contra einer Immunisierung“ nimmt die wichtigsten Fakten rund um das Thema Impfschutz unter die Lupe.

Insbesondere junge Eltern sind häufig verunsichert, wenn es um das Thema Impfen geht. Naben zahlreichen Vorteilen, alle voran der effektive Schutz gegenüber gefährlichen Erkrankungen, werden häufig mögliche Risiken diskutiert. Da teilweise Thesen von Laien aufgestellt werden, die keinen wissenschaftlichen Hintergrund haben, sollte man genau schauen, wie die tatsächliche Risikobewertung von Experten eingestuft wird und welches Gefahrenpotential real besteht. Während die Impfgeschichte von Säuglingen und Kindern generell gut dokumentiert wird, wissen viele erwachsene Personen nicht, wie es um ihren Impfstatus gestellt ist.

Die wichtigsten Impfungen im Überblick

Impfungen können Kinder, Jugendliche und Erwachsene vor Krankheiten wie Keuchhusten, Kinderlähmung, Masern, Mumps und Röteln schützen. Darüber hinaus gibt es Impfungschutz gegenüber weiteren Infektionskrankheiten wie Diphtherie, Tetanus – auch bekannt als Wundstarrkrampf – und Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME). In den letzten Jahren ist auch das Interesse an einer Impfung gegen Influenza gestiegen. Desweiteren existieren Impfstoffe gegen Meningokokken, die für eine Hirnhautentzündung verantwortlich sind, und gegen Hepatitis-B-Viren, die eine Leberentzündung induzieren können. Auch die HPV-Impfung, die das Risiko von lebensgefährlichem Gebärmutterhalskrebs reduzieren soll, ist von Bedeutung. Diesbezüglich gibt die STIKO, die ständige Impfkommission, Empfehlungen, welche Impfungen für welche Personengruppe sinnvoll sind.

Pro & Contra einer gezielten Immunisierung

Fest steht, dass Impfungen Leben retten können, denn einige der aufgeführten Erkrankungen können zu ernsthaften Risiken führen und teilweise sogar tödlich enden. Moderne Impfstoffe gelten als gut verträglich. Als mögliche Nebenwirkungen können allerdings Schwellungen an der Einstichstelle und selten vorübergehende Magen- Darmstörungen, Fieber und Kopfschmerzen auftreten, die jedoch als harmlos eingestuft werden. Bei Lebendimpfstoffen – beispielsweise im Rahmen der Immunsisierung gegen Masern – können zudem ähnliche Symptome wie beim Krankheitsbild auftreten, die aber wesentlich geringer ausfallen. Eine Ansteckung anderer ist dabei nicht möglich.

Kritiker befürchten, dass einge Impfungen Erkrankungen wie Autismus oder Diabetes auslösen können, was allerdings nicht wissenschaftlich bestätigt wird. Darüber hinaus wird die Möglichkeit diskutiert, Impfen könne Asthma oder Neurodermitis fördern. Der von Eltern befürchtete Zusammenhang zwischen dem kindlichen Impfen und einer erhöhten Sterberate von Säuglingen im Anschluss an die Immunsisierung besteht laut Experten ebenfalls nicht.