Ernährung von Kleinkindern – Rezepte

Wir haben recherchiert, welche Empfehlungen die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und das Forschungsinstitut für Kinder in Dortmund geben und nennen Tipps und leckere Rezepte für Kleinkinder.

Tipps und Rezepte zur Ernährung von Kleinkindern

Als allgemeine Richtlinie gilt, dass Kleinkinder ab dem ersten Lebensjahr Schritt für Schritt an das gemeinsame Familienessen herangeführt werden können. Während die Speisen vorher püriert wurden bzw. in Form von Brei oder Milchmahlzeiten angeboten wurden, reicht es jetzt, die Mahlzeiten kindgerecht zuzubereiten.

Flüssigkeitsbedarf & Portionierung

Der Flüssigkeitsbedarf von Kleinkindern soll über Leitungswasser, natriumarmes Mineralwasser oder stark verdünnte Saftschorlen (mindestens 2 besser 3 Teile Wasser und ein Teil Saft) gedeckt werden. Auch ungesüßte Kräutertees wie zum Beispiel auf Basis von Kamille oder Fenchel sind geeignet. Spezielle Kindertees sind ungeeignet, da sie häufig Unmengen an Zucker enthalten. Milch ist aufgrund der Nährstoffe und des Kaloriengehalts nicht zum Durstlöschen geeignet, sondern als kleine Zwischenmahlzeit für Kinder einzuschätzen. Insgesamt ist bei der Zubereitung der Speisen darauf zu achten, dass sie wenig gesalzen werden und auf Pfeffer, Chili und Co. verzichtet wird bzw. diese Gewürze nur sehr sparsam eingesetzt werden. Zum Aromatisieren der Speisen eignen sich frische oder tiefgekühlte, vitaminreiche Kräuter wie Petersilie, Dill oder Basilikum. Auch frischer Knoblauch und Zwiebeln sind in gegarter Form und in geringen Mengen für Kleinkinder geeignet.

Zusätzlich bei der Zubereitung auf nährstoffschützende, kurze Garzeiten wie Dünsten oder Kochen im eigenen Saft achten. Beim Anrichten der Mahlzeiten berücksichtigen, dass die Speisen kindgerecht geschnitten bzw. zerdrückt werden und farbenfroh angerichtet werden. Kinder lieben es auch, wenn der Teller zu einem kleinen Kunstwerk, zum Beispiel aus „Gemüseblumen“, wird. Gleiches gilt für Nudeln in Tierform oder Obst, welches mit Plätzchenformen ausgestochen wird. Insbesondere nicht so beliebte Gemüsesorten können kleinen Kindern dadurch gleich viel besser schmecken. Und kleingeschnittenes Obst und Gemüse, welches die Kleinen eigenständig in einen (Kräuter-) Quark-Dip tunken können, kommt meistens viel besser an, als ein „langweiliges“ Stück Apfel oder Möhre. Allgemein sollte der Fokus bei der Auswahl der Lebensmittel auf „saisonal“, „regional“ und „biologisch erzeugt“ liegen. Die Basis der Ernährung sollte auf Gemüse, Obst, Salat und Vollkornprodukten liegen. Ergänzt werden sollten diese Lebensmittel mit hochwertigen Pflanzenölen und ökologisch erzeugten Milchprodukten. Fleisch, Fisch und Eier in geringen Mengen aus artgerechter Tierhaltung sind ebenfalls geeignet, können allerdings durch Hafer, Hirse, Avocado, Nüsse und Mandeln ersetzt werden, so dass alle wichtigen Nährstoffe auch bei einer vegetarischen Ernährung geliefert werden.

Typische, gesunde Kleinkinder –Rezepte

Und wie sehen typische, gesunde Kleinkinder –Rezepte aus? Zum Frühstück eignet sich fein gemahlenes Vollkornbrot mit zuckerarmen Fruchtaufstrichen, Käse oder Quark, ein Müsli aus zarten Haferflocken oder Schmelzflocken, saisonalem Obst und Milch oder ein selbst gemachter Smoothie aus Obst und Schmelzflocken. Zum Mittag könnten die kindgerechten Rezepte wie folgt aussehen: Kartoffel-Möhren-Stampf mit Fischfilet und Gurkensalat, Farfalle mit buntem Gemüse und frischen Kräutern oder Hirse-Taler mit Kräuterquark, Tomaten-Salat und Kohlrabi, Porree oder Spinat. Letztere Gemüse können mit etwas Frischkäse verfeinert werden, so dass sie auch die meisten Kleinkinder mögen. Als Zwischenmahlzeiten Obst, Rohkost, Vollkornzwieback oder ungesüßte Getreidewaffeln anbieten.