Ernährung bei Rheuma – Tipps und Rezepte

Welche Ernährung ist bei Rheuma empfehlenswert? Tipps und Rezepte sollen gezeigt werden.

Rheuma – welche Ernährung ist empfehlenswert?

Rheuma gehört zu ernährungsbasierten Krankheiten, so dass eine Ernährung mit viel tierischen Produkten die Entstehung begünstigen kann und dass bereits Erkrankte mit der richten Ernährung einem unangenehmen Rheumaschub verhindern und allgemein die Therapie sinnvoll unterstützen können.

Im Fokus von Rheuma steht die vor allem in Fleisch enthaltene Arachidonsäure, welche die Synthese von Entzündungsstoffen im Organismus fördert, deren Zufuhr im Rahmen einer richtigen Ernährung bzw. bei einer Rheuma-Diät gesenkt bzw. gestoppt werden soll. Im Gegensatz dazu wirkt die mehrfach ungesättigte Fettsäure, die bekannte Omega-3-Fettsäure, dem Entzündungsgeschehen entgegen und kann die Arachidonsäure verdrängen und die Schmerzen lindern.

Was sollte man bei Rheuma vermeiden?

Neben einer reduzierten Zufuhr der entzündungssteigernden Säure, sollten Betroffene folgende Tipps im Rahmen einer rheumatischen Erkrankung beherzen: insgesamt sollten tierische, fettreiche Lebensmittel, insbesondere Schmalz, Butter, Eigelb, fettreiche Milchprodukte, Fleisch, Leberwurst und Co. vom Speiseplan gestrichen werden. Bei Rheuma ist insbesondere eine vegetarische Ernährung mit vielen Vollkornprodukten, Gemüse, Obst und Salat sinnvoll. Um die Zufuhr von mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren zu erhöhen, sollten Erkrankte als Fettquellen Walnuss-, Lein-, Raps-, Weizenkeim- oder Sojaöl, Nüsse, Samen (z. B. Leinsamen) und Mandeln sowie fettreichen Fisch in moderaten Mengen wie Lachs, Hering oder Makrele verzehren.

Rezepte bei Rheuma

Und welche Rezepte eignen sich im Rahmen einer gesunden Ernährung bei Rheuma, um Entzündungen vorzubeugen? Als Sättigungsbeilagen eignen sich beispielsweise Vollkornpasta, Bulgur, Naturreis, Pseudogetreide wie Hirse oder Quinoa und Kartoffeln. Bei Milchprodukten sollten fettarme Sorten wie Magerquark, Joghurt und Co. bevorzugt werden und auf eiweißreiche Proteinquellen wie Tofu sowie weitere Sojaprodukte (Sojamilch, Sojajoghurt….), Fleischersatzprodukte auf Basis von Weizeneiweiß, Champignons usw. gesetzt werden. Die Speisen mit den oben genannten Pflanzenölen garen und Salatdressing damit aromatisieren. Auf fettreiche Garmethoden wie Frittieren besser verzichten und auf Dünsten, Kochen in wenig Wasser oder Garen im eigenen Saft setzen.

Obst und Gemüse bei Rheuma

Ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse liefert viel Vitamin A, C und E, die als Radikalfänger bei Rheuma eine bedeutsame Rolle spielen. Typische Rezepte bei Rheuma wären Pellkartoffeln mit Kräuterquark, Leinsamen und Rosmarin-Gemüse, Hirse-Taler auf Salat mit Soja-Joghurt-Dressing und Walnüssen, Lachs-Pasta mit Tomaten und Zuckerschoten oder Ratatouille auf Bulgur mit marinierten Tofustreifen. Zusätzlich sollten Rheumatiker Übergewicht bzw. Adipositas vermeiden, nicht Rauchen und den Genuss von Alkohol auf moderate Mengen reduzieren.