Ernährung im ersten Lebensjahr – Rezepte

Genau wie die richtige, ausgewogene Ernährung in der Schwangerschaft ist auch die Lebensmittelauswahl im ersten Lebensjahr für eine gesunde physiologische und geistige Entwicklung des Nachwuchses von Bedeutung.

In Anlehnung an die DGE (Deutsche Gesellschaft für Ernährung) und das Dortmunder Forschungsinstitut für Kinderernährung ist Stillen in den ersten Monaten nach der Geburt die beste Wahl bzw. die gesündeste Ernährung von Säuglingen. Insbesondere in puncto Allergieprophylaxe bzw. gesundes Immunsystem ist Muttermilch das beste natürliche Lebensmittel, welches alle wichtigen Nährstoffe und die richtige Menge Energie liefert; vorausgesetzt die Mutter beachtet die Empfehlungen zu einer gesunden Ernährung während der Schwangerschaft. Letztendlich basiert diese auf einer vollwertigen, ausgewogenen Mischkost. Zusätzlich soll das Stillen die Verbindung zwischen Mutter und Kind intensivieren.

Anfangsnahrung

Falls die Mutter nicht Stillen kann, gibt es im Handel spezielle Anfangsnahrungen für Säuglinge, die angerührt werden. Diese Pulver sind mit „1“ oder „Pre“ gekennzeichnet, wobei letztere in der Zusammensetzung zum größten Teil der Muttermilch entspricht und die Säuglingsanfangsnahrung mit der Kennzeichnung „1“ enthält neben Milchzucker noch weitere Kohlenhydrate und ist in der Zusammensetzung etwas dickflüssiger; u. a. aufgrund der beigesetzten Stärke. Für Säuglinge mit Allergie-Risiko gibt es darüber hinaus hypoallergene Nahrungen (HA-Nahrung), bei der die Eiweiße gespalten werden, um Allergie-Reaktionen zu minimieren. Solche Spezialnahrungen sollten allerdings vor der Fütterung mit dem Kinderarzt besprochen werden.

Erstes Lebensjahr

Und wie sehen kindgerechte Rezepte für Kinder im ersten Lebensjahr aus? Nach den ersten Monaten, frühestens ab dem fünften und spätestens am Ende des sechsten Monats benötigt das Baby zusätzlich zur Milchnahrung Brei, so genannte Beikost. Diese beginnt mit püriertem Gemüse, idealerweise mit einem Möhrenbrei, den Kinder aufgrund des leicht süßlichen Geschmacks meistens mögen. Diese Geschmacksrichtung ist ihnen bereits von der in der Muttermilch enthaltenen Laktose vertraut.

Rezepte für das Kleinkind

Ebenfalls eignen sich Pastinaken, Kürbis oder Zucchini, wobei jeder individuell schauen bzw. herausfinden muss, was seinem Kind schmeckt. Auch pürierte Kartoffeln können gefüttert werden, sobald das Baby sich an die Breifütterung des Gemüses gewöhnt hat. Schritt für Schritt kann dann eine komplette Milchmahlzeit durch einen Brei auf Gemüsebasis ersetzt werden. Als nächster Schritt kann ein Brei aus Gemüse, Fleisch und Kartoffeln oder vegetarisch aus Gemüse, Getreide wie Hafer oder Hirse (liefern Eisen) und Kartoffeln anstatt des reinen Gemüsebreis gefüttert werden. Für nicht vegetarisch ernährte Babys kann das Fleisch bis zu zweimal pro Woche durch pürierten Fisch ersetzt werden. Es bietet sich an, diese Breimahlzeit mittags zu füttern, es kann aber individuell entschieden bzw. variiert werden. Die restlichen Mahlzeiten bestehen weiterhin aus Muttermilch oder aus Fertignahrung auf Basis von Milch.

Ab dem sechsten Monat wird zusätzlich ein Brei aus Milch und Getreide gefüttert, der eine weitere Milchmahlzeit bzw. ein Stillen ersetzt. Dieser soll mit Vollmilch oder mit Säuglingsmilch zubereitet werden. Ab dem siebten Monat bekommt das Baby dann einen Getreide-Obst-Brei, der eine weitere Milchmahlzeit ersetzt. Es empfiehlt sich, dem Baby ab jetzt auch immer etwas Wasser zum Trinken zur Mahlzeit anzubieten. Vollmilch zum Trinken sowie weitere Milchprodukte wie Joghurt und Co. sollten erst ab einem Jahr angeboten werden. Ab dem zehnten Monat können Babys langsam an zerdrückte Nahrung heran geführt werden, so dass sie Schritt für Schritt an drei Hauptmahlzeiten und zwei Zwischenmahlzeiten gewöhnt werden. Und welche Tipps gibt es noch für die Ernährung im ersten Lebensjahr?

Alle Rezepte bzw. die enthaltenen Lebensmittel und Produkte sollten aus ökologischer Erzeugung stammen und Getränke, Brei und Co. sollten ohne Zucker sein. Insbesondere bei Fertigbreien oder speziellen Kindertees auf Zuckerzusätze achten, da diese nicht für Kinder geeignet sind, aber häufig im Handel angeboten werden. Kinder, denen von Anfang an nur Wasser angeboten werden, lehnen oft auch später überzuckerte Getränke ab. Und im ersten Lebensjahr dürfen kleine Kinder keinen Honig verzehren, da er das Risiko von Säuglings-Botulimus birgt.