Ernährung: Gicht – Tipps & Rezepte

Welche Ernährung ist bei Gicht zu empfehlen? Tipps und Rezepte bei dieser Stoffwechselkrankheit.

Was essen bei Gicht? Tipps und Rezepte

Die Stoffwechselerkrankung Gicht zählt zu der Kategorie der entzündlich rheumatischen Erkrankungen und steht in direkter Beziehung zur Ernährung, so dass Gicht auch als ernährungsabhängige Krankheit bezeichnet wird. Entsprechend können Betroffene mit einer speziellen Diät den Krankheitsverlauf positiv beeinflussen. Charakteristisch für Gicht ist, dass die Harnsäurewerte im Blut zu hoch sind. Dies führt dazu, dass sich Kristalle aus Harnsäure im Gewebe und in den Gelenken absetzen und unangenehme Entzündungen auslösen können. Als Ursachen bzw. Risikofaktoren für die Entstehung von Gicht gelten neben einem steigenden Alter unter anderem Übergewicht, ein zu hoher Verzehr von Fleisch und weiteren purinreichen Lebensmitteln sowie von Alkohol und die Einnahme bestimmter Medikamente. Aufgrund bereits einer falschen Mahlzeit mit zu viel Fleisch, Alkohol-Exzessen auf einem Familienfest oder Fasten können akute Gichtanfälle ausgelöst werden, so dass die Einhaltung einer Diät und Vermeidung von extremen Situationen (z.B. Hungern, Alkoholrausch, üppige, fettreiche Mahlzeiten) wichtig für den Therapieerfolg sind.

Ernährung bei Gicht

Und wie sieht die richtige Ernährung bei Gicht aus? Zunächst müssen übergewichtige oder adipös Erkrankte ihr Gewicht in den Normalbereich bringen, weil dadurch überhöhte Harnsäurewerte reguliert werden können. Wichtig ist in diesem Zusammenhang zu betonen, dass bei Gicht Fasten untersagt ist, weil es akute Schübe infolge einer Hemmung der Harnsäureausscheidung auslösen kann. Darüber hinaus muss der Fettanteil der Nahrung reduziert werden, so dass maximal 30 Prozent der zugeführten Energie aus Fett stammen sollen. Die Zufuhr purinreicher Lebensmittel sollte bei einer diagnostizierten Gicht reduziert bzw. gestoppt werden. Dazu zählen tierische Produkte wie Fleisch, Wurst, Geflügel, Innereien und fettreicher Fisch wie Hering, Sardine, Sardelle,…). Neben Alkohol sollten Betroffene zusätzlich den Verzehr von pflanzlichen, purinreichen Lebensmittel wie Hülsenfrüchte (Linsen, Erbsen,…), Spinat und Kohlgemüse einschränken.

Rezepte – Tipps bei Gicht

Und welche Tipps gibt es noch für die Ernährung bei Gicht und welche Rezepte sind geeignet? Betroffene sollten viel Flüssigkeit trinken, um die Harnsäureausscheidung zu erhöhen. Hier eignen sich am besten Mineralwasser oder ungesüßte Kräuter- oder Früchtetees. Die Zufuhr von Gemüse, Obst, Salat und Salz- oder Pellkartoffeln sollte erhöht werden und als Eiweißquellen eignen sich Milch bzw. Milchprodukte und Eier in Bioqualität. Passende Rezepte bei Gicht könnten wie folgt aussehen: Pellkartoffeln aus dem Ofen mit Kräuterquark, Pasta mit buntem Gemüse, Reis mit Salbei-Tomatensoße oder ein Salat mit Croutons von Vollkornbrot, Tomaten und frischen Kräutern sowie gegrillter Paprika. Die Speisen sollten fettarm zubereitet werden; zum Beispiel eignet sich besonders im eigenen Saft oder wenig Pflanzenöl gedünstetes Gemüse.