Ernährung bei Bluthochdruck/ Hypertonie – Tipps und Rezepte

Bei einigen Hypertonikern reicht die richtige Ernährung aus, um den Blutdruck ausreichend zu senken. Wie jedoch sieht eine gesunde Ernährung bei hohem Blutdruck aus?

Weil ein hoher Blutdruck als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt und entsprechend einen Schlaganfall oder einen Herzinfarkt begünstigen kann, sollten Betroffene sich dringen von ihrem Arzt beraten lassen. Wie bei so vielen typischen Wohlstandserkrankungen der heutigen Zeit wie Diabetes, Gicht und Co., handelt es sich bei Hypertonie auch um eine ernährungsabhängige Krankheit. Insbesondere Personen mit Übergewicht oder Adipositas und einer fettreichen, salzreichen Ernährung sind gefährdet, früher oder später unter Bluthochdruck zu leiden. Wie bereits erwähnt, kann über eine Ernährungstherapie der Blutdruck gesenkt und Medikamentendosen verringert werden.

Als erstes sollte eine Gewichtsreduktion angestrebt werden, falls Übergewicht besteht. Neben einer gesunden, ausgewogenen sowie salzarmen Ernährung empfiehlt es sich, Sport zu treiben. In Kombi mit einer ausreichend Entspannung, sind diese drei Elemente Grundvoraussetzung, um die Beschwerden zu lindern. Und wer unter Hypertonie leidet und zusätzlich raucht, sollte dies umgehend einschränken. Gleiches gilt auch für größere Mengen an Alkohol, die zu meiden sind. Gegen ein Glas Rotwein hin und wieder, welches sogar positive Auswirkung auf unser Gefäßsystem besitz, ist hingegen nichts einzuwenden, wenn der Arzt einverstanden ist.

Ernährung bei Bluthochdruck

Fertigprodukte sollten generell vom Speiseplan verschwinden, weil sie häufig zu viel Salz enthalten. Gleiches gilt auch für Wurst und (gereifte) Käse. Auch als kritisch zu bewerten sind darüber hinaus Salzstangen, auch frisches Laugengebäck wie Brezeln mit Salzkruste, Chips, gepökelte, gesalzene Räucherware wie Schinken oder Räucherfisch.

Insbesondere eignet sich bei einer Hypertonie eine vegetarische, fettarme Mischkost mit viel Gemüse, Obst, fettarmen Milchprodukten und Ballaststoffen aus Vollkornprodukten sowie wenig hochwertigem Fett wie Rapsöl oder Olivenöl. Beim Zubereiten der Speisen nur sehr sparsam salzen und den Geschmack der Gerichte durch frische Kräuter und Gewürze steigern. Wer vorher zu viel Salz konsumiert hat, wird weniger gesalzene Gerichte zunächst vermutlich als geschmacksarm bzw. fade empfinden, allerdings gewöhnen sich die Geschmacksknospen mit der Zeit daran und empfinden eine salzarme Kost als schmackhaft. Bei der Getränkeauswahl auf Wasser, Saftschorlen (1 Teil Saft, 2 bis 3 Teile Wasser) oder Kräutertee setzten. Das Etikett von Mineralwasser genau beachten, da Hypertoniker nur natriumarmes Wasser trinken sollten.

Weitere Tipps für Hypertonie

Und welche Tipps gibt es noch bei zu hohem Blutdruck und welche Rezepte sind geeignet? Auf fettarme Garmethoden wie Dämpfen, Garen im eigenen Saft oder Braten setzen, da diese Zubereitungsarten den Eigengeschmack auch bei wenig Salz erhalten. Auch ein Römertopf ist eine ideale Anschaffung für kochende Personen mit Bluthochdruck. Und auf eine ausreichende Zufuhr mit Kalium aus Obst (z. B. Bananen), Gemüse (z. B. Tomaten, Sellerie, Spargel…), Salat, Reis und Kartoffeln setzen. Als Frühstück eignet sich ein Müsli aus Haferflocken, Bananen und Beerenfrüchten, fettarmer Milch oder Sojamilch und ein frisch gepresster Orangensaft. Zum Mittag wäre eine Reispfanne mit saisonalem Gemüse, Knoblauch und frischen Kräutern empfehlenswert und abends ein Vollkornbrot oder Pellkartoffeln mit Kräuterquark, Salat oder Rohkost. Als Zwischenmahlzeiten eignen sich frisches Obst, Vollkorngebäck wie Zwieback oder Smoothies.