Eigenbluttherapie bei Allergien: Sinnvoll / nicht sinnvoll?

Ist eine Eigenbluttherapie bei Allergien sinnvoll oder nicht? Funktionsweise und Tipps zum Eigenblut.

Wer unter einer Allergie gegen Hausstaub, Tierhaare, Pollen und Co. leidet, kennt die teilweise sehr unangenehmer Nebenwirkungen. Von Atemnot, über Niesattacken, Hautausschlag bis hin zu chronischem Asthma – die Liste ist unendlich. Zum Glück gibt es Medikamente gegen die typischen Symptome wie Antihistaminika, abschwellende Nasensprays, Augentropfen und Co. Bis hin zu Asthmayspray für Notfälle. Leider haben insbesondere Tabletten zur Linderung der Beschwerden häufig Nebenwirkungen wie starke Müdigkeit, Benommenheit, Kopfschmerzen und Antriebsschwäche, so dass sie individuell nur bedingt empfehlenswert sind.

Für alle, die unter eine Allergie leiden, aber sich eine alternative bzw. natürliche Therapie wünschen, könnte die Eigenbluttherapie bei einer Allergie sinnvoll sein. Wir haben die wichtigsten Rahmendaten für Interessierte zusammen gefasst.

Wie funktioniert eine Eigenbluttherapie?

Die Eigenbluttherapie gehört zu den klassisch naturheilkundlichen Verfahren und soll neben Allergien auch noch für andere Erkrankungen wie Hautprobleme oder Infektionskrankheiten geeignet sein und bei Erschöpfungszuständen sanft Abhilfe schaffen. Im Rahmen der Therapie wird dem Patienten Blut aus einer Vene des Armes entnommen, welches im Anschluss in die Haut oder das Gesäß zurück gespritzt wird. Je nach Diagnose kann das entnommene Blut beispielsweise noch mit homöopathischen Mitteln angereichert werden.

Weil der Körper das Blut nach dem Spritzen als fremde Flüssigkeit erkennt, soll die Eigenbluttherapie die körpereigene Abwehr dank einer ausgelösten Immunreaktion stimulieren. Auch wenn es aus medizinischer Sicht noch keine ausreichenden Forschungsergebnisse gibt, können Heilpraktiker und Patienten von guten Erfolgen berichten. Die Dauer und Häufigkeit der Eigenbluttherapie bei einer Allergie richtet sich nach der Intensität der Beschwerden und individuellen Parametern.

Wann ist eine Eigenbluttherapie sinnvoll bzw. für welche Allergiker ist sie geeignet?

Generell ist eine Eigenbluttherapie bei jeder Art von Allergie, Neurodermitis und Asthma bronchiale sinnvoll – insbesondere dann, wenn die Allergie trotz Medikamenten und der klassischen Therapie beim Allergologen nicht besser wird oder die Medimante nicht vertragen werden. Im Rahmen der Erstanamnese beim Homöopathen können weitere Beschwerden abgeklärt werden und gegebenenfalls mit in die Therapie einfließen. Falls es dennoch individuelle Kontraindikationen gibt, werden diese in einem ausführlichen Gespräch zwischen Patient und Arzt bzw. Naturheilpraktiker besprochen und gegebenenfalls nach alternativen Therapieansätzen gesucht.