Diäten im Test & Vergleich

Jedes Jahr das Gleiche: Die nahende Bikini-Saison motiviert viele Frauen, mal wieder eine Diät aus zu probieren. Leider machen allerdings fast alle einen Fehler, denn sie wünschen sich einen schnellen, intensiven Gewichtsverlust, von dem Ernährungswissenschafter dringend abraten. Insbesondere weil nur eine Ernährungsumstellung einen dauerhaften Erfolg verspricht. Davon wollen viele Frauen aber nichts wissen und stürzen sich in eine der vielen Crash-Diäten. Wir haben mal recherchiert, ob es nicht doch auch Diäten gibt, die zur Gewichtsabnahme sinnvoll sein können. Los geht es mit den Ergebnissen zu „Diäten im Test & Vergleich„.

Der Klassiker, die Brigitte Diät, basiert auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und bietet eine abwechslungsreiche, gesunde Mischkost, die individuell zusammengestellt werden kann. Insgesamt ist sie positiv zu bewerten, auch wenn den einen oder anderen Kochmuffel die teilweise extravaganten Zutaten überfordern könnten. Weight Watchers hat auch gute Ansätze, allerdings ist es nicht ganz preiswert und wird nicht von qualifizierten Ernährungsfachleuten begleitet.

Die Glyx Diät hat sinnvolle Ansätze, nämlich dass kohlenhydratreiche Lebensmittel wie Süßigkeiten, Weißmehlprodukte wie beispielsweise Toast-Brot, verarbeitete Kartoffelprodukte durch ballaststoffreiche Lebensmittel wie Vollkornprodukte, Obst, Gemüse usw. ersetzt werden. Allerdings spricht aus ernährungswissenschaftlicher Sicht nichts dagegen, auch mal Süßigkeiten oder weißes Brot zu essen, denn bei striktem Verzicht werden Heißhungerattacken eher gefördert. Auch die Low Carb Diät ist eher ungeeignet, da Kohlenhydrate quantitativ die wichtigste Nährstoffgruppe sind und eine Einsparung nicht empfehlenswert ist. Die Atkins Diät setzt auch auf die verringerte Zufuhr an Kohlenhydraten, sodass zu viel Fett und Protein aufgenommen wird. Diese Diät ist aus ernährungsphysiologischer Sicht nicht als gesund einzustufen.

Bei Formula Diäten lernen Übergewichtige nicht den richtigen Umgang mit Lebensmitteln, sodass eine Ernährungsumstellung nicht statt findet und im Anschluss der Jojo-Effekt auftreten kann. Diese Diät kann allenfalls für adipöse Personen als Einstieg einer begleiteten Gewichtsreduktion dienen. Auch Diäten wie die Kohlsuppendiät oder das Heilfasten sind für übergewichtige Personen ungeeignet, da der wichtige Lernprozess einer Ernährungsumstellung fehlt und Betroffene nicht lernen, wie sie zukünftig negative Emotionen wie Frust oder Traurigkeit nicht mehr über das Essen kompensieren. Nach wie vor am besten zur Gewichtsabnahme geeignet ist ein ganzheitliches Programm mit psychologischen, bewegungstherapeutischen und ernährungswissenschaftlichen Elementen.