Apfelwein selber machen – Tipps / Tricks

Wer fruchtigen Apfelwein, in Frankreich unter dem Begriff Cidre bekannt, selber machen möchte, muss sich zunächst mit den theoretischen Grundlagen der Zubereitung vertraut machen. Dabei kommt es insbesondere auf hygienische Aspekte und technische Faktoren beim Keltern an. Wir geben Tipps und Tricks, wie man aus Apfelsaft einen spritzigen Apfelwein selber zubereiten kann.

Zunächst möglichst zucker- und säurereiche Sorten auswählen; die Äpfel sollten frisch und genussreif zu Apfelwein verarbeitet werden. Das Obst waschen und mögliche faule Stellen entfernen. Als erstes wird die Maische, sprich gemahlene, zerkleinerte Früchte, mithilfe einer Obstmühle hergestellt; bei kleinen Mühlen den Mahlvorgang wiederholen. Die Maische nicht zu schnell pressen, um die Saftausbeute zu erhöhen.

Im Durchschnitt entsteht bei der Apfelweinherstellung eine alkoholische Lösung mit 6 bis 6,5 % Alkohol. Bei geringem Zuckergehalt des verwendeten Apfelsaftes weiteren Zucker zusetzen; das Gleiches gilt, wenn ein höherer Alkoholgehalt im fertigen Apfelwein gewünscht wird.

Den noch unvergorenen Most (Presssaft) anschließend schwefeln und nach ca. fünf Stunden eine geeignete Zuchthefe zusetzen. Für beide Punkte unbedingt zunächst einen Fachmann befragen, welche Substanzen in welcher Dosierung geeignet sind. Beim Apfelwein selber machen darauf achten, dass die gereinigten Gärbehälter nur bis ¾ des Volumens gefüllt werden, um das Überschäumen des Mostes zu verhindern. Der Verschluss muss dabei absolut dicht sitzen.

Nach ca. drei Wochen ist die Hauptgärung abgeschlossen und es ist Kohlensäure entstanden; die Gefäße nun mit gleich altem Most aus anderen Behältern randvoll auffüllen und diesen wieder fest verschließen. Die Nachgärung dauert nochmals drei bis vier Wochen. Nun wird die Hefe vom Apfelwein abgezogen bzw. entfernt und nach Reinigung der Gefäße wird der Wein wieder eingefüllt und erneut geschwefelt.

Und noch ein paar Tipps und Tricks bei der Apfelweinherstellung: Wird der Wein nicht innerhalb kurzer Zeit genossen, muss die Hefe erneut abgezogen und der Wein geschwefelt werden. Das Gefäß sauber halten, um die Entwicklung von unerwünschten Hefen und Essigbakterien zu verhindern. Der fertige Apfelwein schmeckt besonders gut, wenn er gekühlt in Weingläsern serviert wird. Wer Apfelwein selber machen möchte, sollte diesen in jedem Fall nur für den Eigengebrauch verwenden.