Antibiotisch wirksame Lebensmittel: Übersicht

Folgende Übersicht nennt beliebte antibiotisch wirksame Lebensmittel.

Das Phänomen, dass zahlreiche Antibiotika nicht (mehr) bei einer bakteriellen Infektion anschlagen, ist bekannt. Das liegt sicher nicht zuletzt am bedenklichen Einsatz von Antibiotika in der Massentierhaltung. Teilweise werden sie auch leichtfertig verschrieben, obwohl gar nicht gesichert ist, ob die Krankheit nicht vielleicht auf Viren basiert. In diesem Fall zeigen Antibiotika keine Wirkung, da sie nur im Rahmen der medikamentösen Therapie einer bakteriellen Infektion hilfreich sind. Während synthetisch hergestellte Präparate zusätzlich Nebenwirkungen – wie beispielsweise Übelkeit oder ein geschwächtes Immunsystem nach der Behandlung – induzieren können, besitzen zahlreiche Lebensmittel ebenfalls antibiotische Effekte, ohne die typischen Nebenwirkungen der Chemiekeulen.

Mit Pflanzenpower gegen Bakterien – Knoblauch, Zwiebel & Ingwer

Da sie fast jeder zuhause hat, werden Zwiebeln und Knoblauch besonders häufig als natürliche Antibiotika eingesetzt. Entweder eine Gemüsepfanne – aus buntem Gemüse der Saison – mit einer Extraportion Zwiebel- und Knoblauchwürfeln zubereiten oder eine Suppe oder einen Sirup daraus kochen. Auch eine frische Ingwerknolle bietet sich an, um ungeliebten Bakterien bzw. pathogenen Keimen auf natürliche Weise den Kampf anzusagen. Dafür möglichst fein geriebenen Ingwer (oder alternativ sehr fein geschnittene Ingwerscheiben) mit heißem Wasser überbrühen, ca. zehn Minuten ziehen lassen und in kleinen Schlücken trinken. Wer unempfindlich gegen die Schärfe ist, kann auch ein kleines Stück Ingwer pur kauen. Ähnlich wie Zwiebel und Knoblauch kann die scharfe Knolle auch mit Gemüse angebraten oder ein Sirup daraus hergestellt werden.

Weitere antibiotische Hausmittel

Auch Cranberrys bzw. Moosbeeren kommen – u. a. dank des Gehalts an Anthocyanen – zur Selbstmedikation eines bakteriellen Infekts in Frage. Insbesondere zur milden Therapie bzw. zur Prävention einer Blasenentzündung werden sie häufig genutzt. Das ätherische Öl von Thymian – auch bekannt als Thymol – kann das Wachstum von Bakterien hemmen und eignet sich, nicht zuletzt weil das Thymianöl auch das Anhusten erleichtern kann, im Rahmen einer bakteriell bedingten Bronchitis. Und noch ein Tipp in puncto natürlicher Antibiotika, auch wenn es sich nicht um ein Lebensmittel handelt: inhaliertes Eukalyptusöl soll bei bakteriellen Infekten der Atemwege sanft Abhilfe schaffen können.